Philosophie

Vom Rollstuhl ins Tieftauchtraining – mein Weg unter die Oberfläche

2003 hat mein Leben kurz mal STRG + ALT + DEL gedrückt.
Meningitis. Krankenhaus. Rollstuhl. Körper & Kopf einmal komplett durch den Schleudergang. Nicht sexy – aber effektiv. Danach war klar: Das Leben ist kein Probelauf.

2004 dann der Plot-Twist: mein erster Tauchgang.
Plötzlich Ruhe. Schwerelos. Stille statt Chaos. Was als Reha gedacht war, fühlte sich an wie ein Neustart – nur eben mit Flossen und ziemlich breitem Grinsen.

2012: Umzug nach Herrenberg, Bodensee fast ums Eck. Perfekt.
Zwischen Job, Projekten und Alltagswahnsinn wurde Tauchen mein Aus-Knopf. Mein Reset. Mein „Okay, alles wieder gut“.

Trotz ein paar körperlicher Extras (Fun Fact: Ich bin hartnäckig) ging’s weiter – technisches Tauchen, starke Coaches, Full Trimix. Dann Rebreather. Und irgendwann die Erkenntnis: Tauchen ist mehr als Technik. Es ist Haltung. Fokus. Tiefe. Im Wasser – und im Kopf.

2025 hab ich gesagt: Das will ich weitergeben.
Nicht nur Wissen, sondern dieses Gefühl: frei sein, klar sein, ganz im Moment sein. Mit Rückenwind von einem großartigen Instructorinnen-Team aus der Schweiz wurde ich selbst Tauchlehrer – und hab dabei gelernt, wie gutes Unterrichten wirklich funktioniert: persönlich, menschlich, ehrlich.

Kurz gesagt:
Ich tauche nicht, um abzuhauen.
Ich tauche, um anzukommen.
Und wenn du Bock hast, das auch zu erleben – dann zieh die Flossen an.