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DiveWithSteini · Bodensee, Schwarzwald, Karlsruhe

Tauchplätze in der Region

Dreizehn Plätze zwischen Karlsruhe, Schwarzwald und Bodensee — mit dem, was man vorher wissen sollte. Auch dann, wenn es unbequem ist.

  • Einstieg, Parken und Tiefen im Überblick
  • Ehrliche Einordnung statt Hochglanz
  • Ausdrückliche Warnungen, wo sie hingehören

Raum Karlsruhe

Bruchsal-Untergrombach

Metzgerallmend (Baggersee Untergrombach)

Für Einsteiger

Der bekannteste Tauchsee der Region und ein guter Platz für Ausbildung und ruhige Tauchgänge. Entstanden 1955 zur Kiesgewinnung, seit Ende der Baggerarbeiten Erholungsgebiet, rund 20 Hektar groß und an der tiefsten Stelle etwa 24 Meter. Der ausgewiesene Tauchereinstieg führt über eine flache Halde ins Wasser — angenehm für die ersten Freiwassertauchgänge.

Unter Wasser stehen viele Bäume, zwischen denen sich Karpfen verstecken, dazu Hechte, Barsche und Rotaugen; mit Glück auch ein Stör. Es gibt einen Tarierparcours. Der See ist in Zonen eingeteilt: Der Bereich links vom Einstieg und das Schilf im Nordosten stehen unter Naturschutz und dürfen nicht betaucht werden.

  • Tiefebis etwa 24 m, ausgewiesener Tauchereinstieg mit flacher Halde
  • EinstiegEigener Tauchereinstieg, flache Halde, bequem
  • ParkenGroßer Parkplatz, in der Badesaison gebührenpflichtig (App), Wagen für die Ausrüstung lohnt sich

Für das Tauchen ist eine Tauchberechtigung der Stadt Bruchsal erforderlich; Gebühren und Regeln vorher auf der Seite der Stadt prüfen, die Angaben im Netz sind oft veraltet. Die Sicht hängt stark vom Betrieb ab: unter der Woche über fünf Meter, am Wochenende bei vielen Tauchern auch mal ein halber Meter.

Linkenheim-Hochstetten

Streitköpflesee („BaLi")

Für Einsteiger

Der Klassiker unter den Karlsruher Seen, von Einheimischen nur „BaLi" genannt. Für Taucher gibt es eine eigene Zone im südlichen Teil, gegenüber dem Badestrand — kurzer Weg vom Auto zum Wasser, deshalb ein beliebter Platz für Übungstauchgänge nach Feierabend.

Der Fischbestand ist für einen Baggersee bemerkenswert: Hechte, Schleien, Barsche und Sonnenbarsche, Karpfen, dazu Wasserschnecken und Muscheln. Mit etwas Glück lässt sich die Süßwassermeduse beobachten, die hier regelmäßig auftritt — die sieht kaum jemand, der nur im Meer taucht.

  • TiefeÜbungstiefen, eigene Tauchzone im Süden
  • EinstiegKurzer Weg vom Parkplatz zum Einstieg in der Tauchzone
  • ParkenGebührenpflichtiger Parkplatz, Abwicklung digital

Tauchen und Baden sind nur vom 1. April bis 30. September erlaubt, und nur mit gültigem Tauchpass. Im Sommer ist der See häufig überfüllt. Regeln und Saison vor der Anfahrt prüfen.

Eggenstein-Leopoldshafen

Mittelgrund

Fortgeschritten

Bei den Karlsruher Vereinen der meistgenutzte Tauchplatz überhaupt, und das aus gutem Grund: abwechslungsreiche Vegetation, ordentlicher Fischbestand und ein Einstieg, der niemanden abschreckt. Ein guter zweiter oder dritter Freiwasserplatz, wenn die Grundlagen sitzen.

Die eigentliche Aufgabe ist die Navigation: Nach dem Einstieg liegt ein etwa acht Meter tiefes Spülloch, das man erst einmal finden muss. Wer hier ohne Kompass losschwimmt, dreht Runden. Genau deshalb ist der See für Navigationsübungen so brauchbar.

  • TiefeSpülloch auf etwa 8 m, danach tiefer
  • EinstiegBequemer Ufereinstieg
  • ParkenParkplatz am See

An Feiertagen, Freitag, Samstag und Sonntag ist eine Tauchgenehmigung erforderlich; die Tauchkarte muss vorher beantragt werden. Unter der Woche geht es ohne.

Eggenstein-Leopoldshafen

Eggensteiner Baggersee (Fuchs & Gros)

Fortgeschritten

Ruhiger Vereinssee im Norden von Karlsruhe, unaufgeregt und meist deutlich leerer als Untergrombach oder der BaLi. Ein Platz für Leute, die einfach in Ruhe tauchen wollen, ohne sich zwischen Badegästen durchzuschlängeln.

Die Anfahrt ist der schwierigste Teil: In Eggenstein den Schildern zum Erholungsgebiet folgen, dann nicht in die erste Straße zum Segelclub abbiegen, sondern in die zweite rechts unmittelbar nach dem Schießgelände. Am See selbst hängt links ein Schild mit den Tauchregeln — lies es, bevor du ins Wasser gehst.

  • TiefeBaggersee, moderate Tiefen
  • EinstiegVom Parkplatz an der Schranke geradeaus zum See, Beschilderung folgen
  • ParkenÜber das Erholungsgebiet/Kieswerk anfahren, zweite Straße rechts nach dem Schießgelände

Der See hat eigene Regeln: Tauchen nur mit Brevet, von Freitag bis Sonntag genehmigungspflichtig, Tauchschulen sind nicht zugelassen. Für Ausbildung fällt der Platz damit aus — für einen gemeinsamen Tauchgang nach dem Kurs ist er ideal.

Karlsruhe-Grötzingen

Grötzinger Baggersee

Für Einsteiger

Der einzige Badesee auf Karlsruher Stadtgebiet und ein Platz für alle, die Natur statt Kiosk suchen. Klein, ruhig, vom angrenzenden Wald beschattet und mit guter Wasserqualität. Ideal für einen kurzen Tauchgang nach Feierabend, wenn man nicht erst eine halbe Stunde fahren will.

Große Teile des Sees gehören zum Naturschutzgebiet und sind tabu; gebadet und getaucht wird nur an den ausgewiesenen Stellen im Osten der nördlichen Seeseite. Rund um den See führt ein Rundweg, an dem regelmäßig Wasservögel wie Haubentaucher brüten.

  • TiefeBaggersee, überschaubare Tiefen
  • EinstiegSchmaler Uferstreifen an der ausgewiesenen Stelle
  • ParkenBruchwaldstraße, 76229 Karlsruhe

Tauchen ist nur mit offizieller Tauchkarte der Ortsverwaltung Grötzingen erlaubt. Grillen und Rauchen sind aus Naturschutzgründen verboten, Infrastruktur gibt es praktisch keine.

Rheinstetten-Forchheim

Epplesee

Fortgeschritten

Überregional bekannt, mit großem Sandstrand, Kiosk und guter Anbindung — als Badesee eine Bank. Als Tauchplatz ist er eine Wundertüte: In baggerfreien Zeiten wurden hier schon Sichtweiten um sechs Meter erlebt, an anderen Tagen sind es zwanzig Zentimeter.

Ich führe ihn hier auf, weil er auf jeder Karlsruher Liste steht und du sonst hinfährst, ohne es zu wissen. Wenn du hin willst, frag vorher jemanden vor Ort nach der aktuellen Sicht — der Weg lohnt sich sonst nicht.

  • TiefeBaggersee, Plattform im Uferbereich
  • EinstiegUfereinstieg, großer Sandstrand
  • ParkenParkplätze im Norden, Ticket erforderlich, Kontrollen

Ehrlich gesagt: für Ausbildung ungeeignet. Wo Kies gebaggert wird, ist die Sicht eine Glücksfrage, und niemand lernt Tarieren in trübem Wasser mit Orientierungsverlust. Am Epplesee wird zudem streng auf Falschparker kontrolliert.

Schwarzwald

Seewald, Schwarzwald

Erzgrube (Nagoldtalsperre)

Für Einsteiger

Der nächstgelegene Tauchplatz von Herrenberg aus und mein Ausweichrevier, wenn der Bodensee nicht passt oder wir für die Ausbildung keine drei Stunden Anfahrt brauchen. Der Stausee der Nagold liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, ist knapp drei Kilometer lang und in Vor- und Hauptsperre unterteilt. Getaucht wird im Hauptsee.

Für die Ausbildung ist der See fast ideal: flach abfallender, sandiger Flachbereich und zwei feste Übungsplattformen auf sechs und zehn Metern. Unter Wasser gibt es mehr zu sehen, als der Name Stausee vermuten lässt — große Steinblöcke, Baumstümpfe, die Reste einer alten Mauer, versunkene Relikte und mit etwas Suchen auch Bootswracks. Dazu Flusskrebse in großer Zahl, Barsche, Karpfen und gelegentlich ein Hecht. Motorboote sind nicht erlaubt, entsprechend ruhig ist es.

  • Tiefebis etwa 28 m, Übungsplattformen auf 6 und 10 m
  • EinstiegUfereinstieg über Rasenflächen, flach abfallend, sandiger Flachbereich
  • ParkenParkplätze direkt am See, im Hochsommer am Wochenende knapp

Die Sicht ist die Schwachstelle: roter Schlickboden, der sich bei Betrieb schnell verteilt. An warmen Wochenenden mit vielen Badegästen liegt sie ufernah unter einem Meter und wird erst ab etwa sieben Metern brauchbar. Früh, spät oder unter der Woche kommen. Im Winter wird der See so weit abgelassen, dass Tauchen weder sinnvoll noch gegenüber den Fischen fair ist.

Bodensee

Überlingen

Tennisplätze

Für Einsteiger

Mein Standardplatz für Ausbildung, und der Platz, an dem die meisten ihren ersten Bodensee-Tauchgang machen. Vom Ufer geht es lange flach hinaus, dann folgt eine gleichmäßig abfallende Halde. Rechts vom Parkplatz führen alte Gleise einer ehemaligen Werft ins Wasser; an ihrem Ende liegt auf drei bis fünf Metern eine Übungsplattform, auf der sich Fertigkeiten in Ruhe üben lassen, ohne im Schlamm zu stehen.

Wer weiter will, hat hier mehr Möglichkeiten, als der erste Eindruck vermuten lässt: Über die Halde erreicht man ab etwa 27 bis 30 Metern eine Steilwand, und in einer Rinne rechts vom Einstieg liegt in rund 40 Metern ein kleines Wrack. Der Grund fällt weiter bis über 120 Meter ab. Im Flachbereich stehen im Sommer Seegraswiesen mit vielen kleinen Fischen, abends kommen die Barsche.

  • Tiefe3–40 m (Halde bis über 120 m)
  • EinstiegParkplatz direkt am Wasser, wenige Schritte zum Einstieg
  • ParkenKleiner Parkplatz am Strandweg, gebührenpflichtig, wird kontrolliert
Überlingen

Liebesinsel

Fortgeschritten

Liegt genau zwischen Tennisplätzen und Post und ist der logische nächste Schritt, wenn die Halde langweilig wird. Direkt vor dem Einstieg läuft auf sechs bis sieben Metern eine Rohrleitung, der man bequem folgen kann. Über eine steil abfallende Halde erreicht man bei etwa 28 Metern die Wand, die fast senkrecht bis rund 45 Meter abfällt.

Nach Westen ist die Wand zerklüftet, mit vielen Nischen, in denen Trüschen stehen. Nach Osten liegt ein großer Baumstamm an der Wand. Im Winter, etwa von November bis Januar, trifft man im 40-Meter-Bereich häufig auf Saiblinge. Unterhalb von etwa 50 Metern folgt nur noch Schlammhalde — dort gibt es nichts mehr zu holen.

  • Tiefe6–45 m, darunter Schlammhalde
  • EinstiegSteintreppe direkt an der Liebesinsel, etwa 200 m Fußweg
  • ParkenParkplatz an der Mühlenstraße vor dem Bahnübergang

Fortgeschrittenenplatz. Die Wand verleitet dazu, tiefer zu gehen als geplant. Ohne saubere Tarierung und ohne Gasplanung hat der Platz nichts mit dir zu tun.

Überlingen

Parkhaus Post

Anspruchsvoll

Der bekannteste und der gefährlichste Platz in Überlingen. Bis etwa 20 Meter läuft eine Sandhalde, dann setzt die Steilwand an und fällt bis rund 40 Meter ab, bevor sie wieder in eine steile Halde übergeht. Ab etwa 35 Metern beginnt ein Überhang. Bis zum Ende der Sandhalde ist die Sicht oft mäßig; ab der Wandkante klart es mit jedem Meter auf, und an guten Tagen sieht man so weit, wie die Lampe reicht.

Ausrüstung wird platzsparend in der Parkbox aufgebaut, im Erdgeschoss gibt es eine öffentliche Toilette — bitte in trockener Kleidung und nicht tropfend. Das Tauchen ist an diesem Platz nur nach links gestattet.

  • Tiefe20–40 m Steilwand mit Überhang, tiefer möglich
  • EinstiegÜber die Uferpromenade, Ausrüstung im Parkhaus aufbauen
  • ParkenParkhaus Post, Mühlenstraße 4, Einfahrtshöhe 2,10 m, unteres Deck bevorzugen

An diesem Platz passieren regelmäßig schwere und tödliche Tauchunfälle. Der Überhang wird von Tauchern ohne Bodenseeerfahrung unterschätzt, und beim Aufstieg steht plötzlich Fels über einem. Ich gehe hier nur mit Leuten hin, die ich kenne und deren Tarierung ich gesehen habe.

Überlingen

Seezeichen 24

Anspruchsvoll

Vielen noch als „Baugraf" bekannt. Schon vom Einstieg aus sieht man die Kante der Steilwand, die hier auf 28 bis 30 Meter abfällt und dann von Schlammhalde abgelöst wird. Nach Westen liegt am Wandfuß auf 28 Metern eine kleine Grotte mit einem Spiegel, auf etwa 13 Metern die Reste einer alten Lore. Nach Osten liegt auf rund 27 Metern ein kleines Ruderboot.

Die Wand hat über die ganze Länge Spalten und Überhänge, in denen regelmäßig Trüschen stehen. Etwa 150 Meter vor dem Seezeichen liegt ein Unterwasserberg, der von rund 40 bis 52 Metern auf etwa 32 Meter aufsteigt und einige Canyons hat — ein Ziel für Leute, die navigieren können.

  • TiefeWand bis 28–30 m, Halde bis über 100 m
  • EinstiegSteintreppe über die Grünfläche, kann sehr glatt sein
  • ParkenParkbuchten an der Straße Richtung Sipplingen

Der Zugang war in der Vergangenheit wegen Bauarbeiten und Absperrungen zeitweise nicht möglich. Vor der Anfahrt prüfen. Die Treppe ist bei Nässe und Laub tückisch.

Meersburg

Wilder Mann

Anspruchsvoll

Für viele der schönste Platz am Bodensee — und einer, den man nur im Winter betauchen darf. Der Einstieg liegt beim Hotel Wilder Mann in der Meersburger Altstadt, das Wasser dort ist knie- bis hüfttief. Am Ende der kleinen Fährbucht fällt die Wand auf etwa zwölf Meter ab und geht in eine Sandhalde über, die stufenweise weiter bis vierzig Meter und darüber hinaus führt.

Von der Treppe geradeaus liegt auf etwa fünf Metern eine Einkerbung mit einem Gesicht in der Wand — die beste Orientierungshilfe beim Auftauchen, die ich an einem Bodenseeplatz kenne. Wer über den rechten Versturz auf vierzig Meter abtaucht, findet die alte Meersburger See-Fontäne, den sogenannten Brunnen. Weiter östlich zwischen dreißig und vierzig Metern liegen alte Hafenteile, und auf gut zwanzig Metern die Reste mehrerer Autowracks. Weil der Platz nur im Winter offen ist, ist die Sicht meist ausgezeichnet.

  • TiefeSteilwand ab etwa 12 m, Halde bis 40 m und tiefer
  • EinstiegSteintreppe an der Altstadt, Einstieg knie- bis hüfttief
  • ParkenGroßparkplatz Fähre in der Unteruhldinger Straße; mindestens 250 m Fußweg, Sackkarre lohnt sich

Wintertauchplatz: Betauchen ist nur ausserhalb der Saison zulässig, die genauen Zeiträume vorher prüfen. Am Einstieg steht ein Pfahl mit der Aufschrift „Tauchen nur nach links" — der Abstand von 100 Metern zum Mantelhafen ist vorgeschrieben, nach rechts fährt die Fähre. Deren Motorengeräusche hörst du den gesamten Tauchgang über; wer das für Nervosität hält, sollte den Platz meiden. Die Steintreppe ist bei Frost und Nässe tückisch.

Meersburg

Krebsgarten

Für Einsteiger

Der freundlichste Platz der Runde und ein guter zweiter Ausbildungsplatz. Eine flach abfallende Schlammhalde von etwa fünf bis zwanzig Metern, im Sommer dicht mit Seepflanzen bewachsen. In diesen Pflanzen sitzen die Krebse, die dem Platz seinen Namen geben — mit etwas Aufmerksamkeit sieht man auf einem Tauchgang mehrere Dutzend. Dazu Barsche, Hechte und die üblichen Bodenseefische. Links vom Einstieg liegt im Fünf-Meter-Bereich eine Plattform.

Im Hochsommer ist der Platz wegen der Badegäste kaum zu betauchen und die Parkplatzsuche zäh. Herbst bis Frühjahr ist er dagegen ideal: kaum jemand da, klares Wasser, und die Krebse sind trotzdem unterwegs.

  • Tiefe5–20 m, flach abfallende Halde
  • EinstiegSteintreppe an der Uferpromenade, kann sehr rutschig sein
  • ParkenUferpromenade 45, gebührenpflichtig, im Sommer früh belegt

Taucherflagge setzen ist Pflicht, die Fähren zwischen Meersburg und Konstanz fahren nah vorbei. Der Grund ist stellenweise schlammig — eine unsaubere Flosse reicht, und die Sicht ist für den Rest des Tauchgangs weg.

Bodman-Ludwigshafen

Lädine

Fortgeschritten

Der Platz für alle, die einmal ein echtes Wrack sehen wollen, ohne dafür tief zu müssen. Vom Einstieg geht es nach Süden, die ersten Minuten flach und schön bewachsen, im Sommer mit Fischschwärmen und alten Bootsverankerungen am Weg. Dann folgt die flach abfallende Halde bis auf zwanzig Meter. Dort nach Westen abdrehen und die Tiefe halten: Nach etwa zwanzig Minuten steht man vor der Lädine.

Das Wrack des Lehmfrachters ist rund zehn Meter lang und zwei Meter breit. Bis 2019 stand davor eine Informationstafel aus dem Projekt „Museum unter Wasser"; die ist inzwischen verschwunden oder versandet. Bleibt man auf gleicher Tiefe und taucht etwa fünf Minuten weiter, kommt man zu alten Holzpfählen, in denen regelmäßig ein Krebs wohnt.

  • TiefeWrack auf etwa 20 m
  • EinstiegUfereinstieg, danach Richtung Süden abtauchen
  • ParkenParkmöglichkeiten am Ufer, im Sommer knapp

Ohne Kompass findest du das Wrack nicht. Der Weg dorthin ist reine Navigation über schlammigen Grund, und wer die Tiefe nicht hält, taucht daran vorbei.

Näher als gedacht

Nicht jeder Tauchgang muss an den Bodensee führen. Die Nagoldtalsperre bei Seewald liegt keine Stunde von Herrenberg entfernt, hat zwei feste Übungsplattformen und ist für einen Großteil der Ausbildung die vernünftigere Wahl. An den See fahren wir dann, wenn der Kurs es verlangt oder die Bedingungen es lohnen.

Baggerseen: Genehmigungen vorher klären

Die Seen im Raum Karlsruhe sind fast durchweg reguliert — Tauchkarte, Genehmigung, Saisonzeiten, gesperrte Zonen. Die Regeln unterscheiden sich von See zu See und ändern sich; die Angaben hier sind Anhaltspunkte, keine Freigabe. Kläre das vor der Anfahrt bei der jeweiligen Gemeinde, sonst stehst du mit gepackter Ausrüstung vor einem Schild.

Und noch etwas: Baggerseen sind kein zweitklassiger Bodensee. Wer bei zwei Metern Sicht sauber tariert und navigiert, hat es im klaren Wasser später leicht. Die meiste Ausbildung findet deshalb bewusst hier statt.

Bodensee ist nicht Mittelmeer

Kaltes Süßwasser, Sichtweiten zwischen einem und fünfzehn Metern, Steilwände, die schneller tief werden als erwartet, und Schlammhalden, die eine unsaubere Flosse sofort bestrafen. Der See verzeiht wenig und belohnt Vorbereitung.

Die Tiefen- und Sichtangaben sind Anhaltspunkte. Wasserstand, Jahreszeit und Bauarbeiten ändern Einstiege und Zugänge; prüfe das vor der Anfahrt. Und plane nach deinem Brevet und deiner Erfahrung, nicht nach dem, was hier steht.

Zusammen tauchen

Wenn du brevetiert bist, aber am Bodensee noch keine Routine hast, ist ein begleiteter Tauchgang der sinnvollste Einstieg. Wir gehen an einen Platz, der zu den Bedingungen passt, und du lernst den See kennen, ohne dabei allein Fehler zu machen.

Mit an den See?

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